Berlin: Immobilien kaufen oder mieten?

Um die vielen Baustellen in Berlin zu erkennen, muss man keine besonders aufmerksame Person sein. Sie sind überall. Berlin ertrinkt förmlich in Baustellen. Es herrscht ein regelrechter Bauboom. Ganze neue Viertel werden errichtet, eine neue U-Bahn Linie entsteht, Hochhäuser schießen aus dem Boden wie Pilze, die Autobahn wird verlängert und der Platz immer knapper.

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Die Liste könnte man unendlich weiterführen. Es wird so viel in Berlin gebaut wie noch nie. Allein im Jahre 2015 entstanden 15.000 neue Wohnungen. Und dennoch herrscht offiziell eine Wohnungsnot. Die Preise für eine Mietwohnung steigen weiter an. Selbst die Mietpreisbremse und die Schaffung von Milieuschutzgebieten kann nur bedingt helfen. Die Mieten stagnierten in einzelnen Gebieten, stiegen aber insgesamt weiter an, im Vergleich zum Vorjahr um 6 %.

Enormer Mietpreisanstieg in Berlin

Marktforscher stellten fest, dass sich in keiner deutschen Stadt die Preise so schnell verteuerten wie in Berlin. In den 2010 bis 2015 stiegen die durchschnittlichen Mieten um 40 % und sie steigen weiter.
Elf Euro pro Quadratmeter bei einem Neubau sind in Berlin Alltag. Die Leute stehen Schlange für jede auch noch so kleine oder ungemütliche Wohnung. Besonders 1- und 2-Zimmer-Wohnungen sind Mangelware.

Nicht nur die Mietpreise sind enorm gestiegen, auch die Kaufpreise erhöhten sich in der Millionenstadt. Um ganze 41 % sind die Kaufpreise in den Jahren von 2010 bis 2015 gestiegen. Für einen Quadratmeter liegt der Durchschnittspreis bei 4100 Euro.

Und dennoch geht das Rennen um jeden Quadratmeter in Berlin weiter. Auch zahlreiche Projekte sind bereits in Planung. Einige davon sind der neue Stadtteil Eurocity, nördlich des Hauptbahnhofes, das Viertel „Elisabeth-Aue“ in Pankow oder der Alexander A. Tower, am Alexanderplatz. In die Höhe bauen – so heißt das neue Motto in Berlin. Ganze 2700 Hochhauswohnungen sollen in den nächsten Jahren entstehen.

Als das wirtschaftliche Potenzial im Jahre 2008 gemessen wurde, lag Berlin noch auf Platz 24. Anfang dieses Jahres lag Berlin überraschend auf Platz 2. Wer beispielsweise Büroraum in Berlin-Mitte sucht, muss sich mit einer mageren Auswahl begnügen.

Berlin ist eine Stadt mit viel Potenzial und eine Stadt, die noch jahrelang mit Baustellen kämpfen wird.

Eine Immobilie in Berlin kaufen oder mieten?

84 % der Berliner wohnen in den 1.616 Millionen Mietwohnungen der Hauptstadt. Die Mietpreise sind so hoch wie noch nie. Doch auch die Kaufpreise sind in die Höhe geschossen. Dennoch lohnt es sich momentan mehr, eine Eigentumswohnung zu kaufen. In jedem Stadtteil Berlins ist es momentan günstiger zu kaufen, als zu mieten, wie der Immobilien Verband IDV Berlin-Brandenburg festgestellt hat.

Wegen des niedrigen Zinsniveaus und der gestiegenen Einkommen können sich momentan auch mehr Berliner eine Eigentumswohnung leisten als je zuvor. Jedoch kommt es stark darauf an, in welcher Gegend. In Reinickendorf beispielsweise kostet eine Eigentumswohnung in einfachen Gegenden im Durchschnitt 376 Euro pro Jahr und 480 Euro pro Jahr in guten Gegenden. In Charlottenburg-Wilmersdorf dagegen liegt der Kaufpreis bei 2000 Euro pro Jahr in einfachen Gegenden und 3000 Euro pro Jahr in guten Wohnlagen. Das klingt zwar nach viel, jedoch liegen in Charlottenburg-Wilmersdorf die Mieten pro Quadratmeter bereits bei 11.50 Euro.

Das einzige Problem an der ganzen Sache: Es lassen sich nur wenig Eigentumswohnungen finden. Schuld daran sei die eigentumsfeindliche Wohnungspolitik Berlins, die eine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnung verbietet, so Dirk Wohltorf, Makler in Berlin. Allerdings schützt gerade diese Politik die schwachverdienenden Bürger Berlins, welche sich keine Eigentumswohnung leisten können. Möchte man die Vielfalt Berlins erhalten, so müssen Kompromisse und neue Lösungen gefunden werden, der steigenden Nachfrage zu begegnen. Berlin ist und bleibt daher, wie alle Großstädte, eine Mieterstadt. Und das ist auch gut, denn die meisten Berliner verfügen nicht über das nötige Kapital, um einen Bankkredit zu bekommen.

Der Vorteil einer Mietwohnung ist zudem, dass man mit einer Mietwohnung viel flexibler ist. Und man weiß nie, was das Leben so bringt.

Will man dennoch eine Wohnung kaufen, kann man auf viele Neubauwohnungen privater Bauträger zurückgreifen. Die Preise liegen allerdings hier meist zwischen stolzen 3000 – 6000 Euro. Da die Zinsen gar nicht tiefer fallen können, sind die Prognosen, dass sich die Erwerbsmöglichkeit für Wohnungen in den kommenden Jahren leicht verschlechtert.

Vielen Dank an die TopAsset Immobilien & Service GmbH, Klärwerkstraße 1A, 13597 Berlin,  o30 747526925, für die hilfreichen Informationen!